Unsere Gartenfachberatung – Tipps für ein blühendes Gartenjahr

Unsere Gartenfachberatung sorgt dafür, dass in unserer Kolonie nachhaltig und naturnah gegärtnert wird. Sie zeigt, wie ein verantwortungsvoller Umgang mit Boden, Wasser und Pflanzen gelingen kann – für eine gesunde Umwelt und ein blühendes Stück Stadtnatur.

Einmal im Jahr finden Gartenbegehungen statt. Dabei erhalten einzelne Gartenfreundinnen und -freunde gezielte Tipps zur Verbesserung ihrer Parzellen. Zusätzlich werden in der Vereinsversammlung praktische Hinweise und Empfehlungen an alle weitergegeben – damit jede*r von den Erfahrungen profitieren kann und die Freude am Gärtnern weiter wächst. Einige dieser Hinweise haben wir unten für Sie zusammengestellt – als Inspiration für ein gesundes, vielfältiges und gepflegtes Gartenjahr.

Gemüseanbau

Die gärtnerische Nutzung im Kleingarten sollte 1/3 der Garten-Fläche betragen, 10 % sollten Beete sein.

Tipp für die kalte Jahreszeit: Frostempfindliche Pflanzen (z. B. Rosen) und auch die Beete können mit einer Laubschicht für den Winter geschützt werden. 

Bäume

In einzelnen (Apfel-) Bäumen machen sich Gespinstmotten breit (Raupen die sich in den Blättern verspinnen). Diese sollten möglichst bald herausgeschnitten und über den Müll oder Biomüll (nicht aber Kompost) entsorgt werden.

Laubbäume die keine Obstbäume sind, sollten eher nicht in den Gärten stehen. Ab einem Stammumfang vom 80 cm sind sie durch die Baumschutzverordnung geschützt.

Begrenzungen & Hecken

Begrenzungen (Hecken) zu Nachbarn und innerhalb der Anlage sollten 1,25 m sein, Sichtschutzzäune sollen nicht an der Grenze stehen. Alle, die eine Hecke an der Außengrenze der Anlage haben, können diese zum Sichtschutz hochwachsen lassen (z. B. Haselnüsse). Große Schnittmaßnahmen sollen außerhalb der Vogelbrutzeit (01.03 bis 30.09) stattfinden.

Kompost & Mulch

Gartenabfälle, alles Herbstlaub und Astschnittmaterial, auch Eichenlaub, sollen im Garten kompostiert werden, jeder Garten soll dafür einen Kompost oder eine Flächenkompostierung haben.

Wenn es ausreichend feucht ist, kann es in einem Jahr fruchtbare Erde sein. Bei der langanhaltenden Trockenheit insbesondere im A-Teil hilft eine Mulchschicht.

Wir wollen das Herbstlaub in der Anlage behalten. Gartenfreunde, die Laub annehmen, können die Ablagestelle mit einer roten Schleife markieren.

Im Winter: Für die Tiere sollten ausreichend Winterverstecke bleiben:  z. B. Laub und Reisighaufen für die Igel, Stauden für viele Insekten. 

Experimentiergarten

Es gibt in vielen Gärten einen Generationswechsel. Es ist schön, dass auch Familien mit Kindern Freude am Gärtnern finden und unsere Gemeinschaft bereichern. In einem Teil einer Parzelle 62a gibt es für Garteninteressenten die Möglichkeit, ein Probestück zu bewirtschaften und herauszufinden, ob einem Gartenarbeit und das Leben in der Gartengemeinschaft liegen. Kontaktieren Sie uns!

Garten teilen

Unsere Gartenfreunde werden eingeladen, das Gartenfachberatungsteam anzusprechen, wenn ihnen die Gartenarbeit über den Kopf wächst. 

Es besteht die Möglichkeit, den Garten mit jemandem zu teilen.

Hilfe wird angeboten oder es wir eine eventuelle Teilung von sehr großen Gärten angeboten.

Gartenordnung Berlin

Hier finden Sie die gesetzlichen Grundlagen des Kleingartenwesens sowie Rechtliche Themen rund um die Kleingarten- und Vereinspraxis. Pächter können viele Regelungen und Besonderheiten bereits im Pachtvertrag und in der Gartenordnung nachlesen. 

Empfehlung - gärtnerischen Grundsätze in den Berliner Kleingartenvereinen

  • Nachhaltiges, ökologisches und naturnahes Gärtnern
  • Anwendung aller Maßnahmen des Integrierten Pflanzenschutzes (ausschöpfen aller biologischen und kulturtechnischen Maßnahmen)
  • Verzicht auf jegliche leichtlöslichen, synthetischen und mineralischen Dünger
  • Verzicht auf Torf
  • Verzicht auf Anpflanzung oder Verbreitung von invasiven Pflanzen
  • Grundsätzlicher Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel im Kleingarten, Ausnahmen werden durch die zuständigen Behörden geregelt.
  • kleingärtnerische Nutzung im Garten betreiben
  • Einsatz von Mischkulturen und Gründüngung im Garten
  • Für eine ganzjährige Bodenbedeckung im Obst- und Gemüsegarten sorgen
  • Erhaltung und Förderung alter Obst- und Gemüsesorten
  • Aktive Kompostwirtschaft im Sinne der Kreislaufwirtschaft betreiben
  • Kein Umgraben des Bodens, sondern ein Aufreißen/Lockern des Bodens (Schonung des Bodenlebens)
  • Schaffung von Nahrungspflanzen über das ganze Jahr für die Insektenwelt
  • Schaffung von offenen Flächen (z.B. ein Sandarium für Wildbienen und anderen Insekten im Garten)
  • Anlegen von Biotopen (z.B. Teich, Totholzhaufen, Benjeshecke, Trockenmauern, Fassaden- und Dachbegrünung)
  • Möglichst kein Fischbesatz in den Gartenteich, weil die Fische Froschlaich und anderen nützliche Insekten fressen
  • Schaffung von Nistmöglichkeiten für die Tierwelt im Garten (z.B. Fledermauskästen, Insekten-Nisthilfen)
  • Einsatz von umweltfreundlichen und nachhaltigen Materialien für die Gärten
  • Vermeidung von Plastik im Garten (z.B. Mikroplastik in den Böden)
  • Vermeidung jeglicher Versiegelung im Garten
  • Effektive und gezielte Bewässerung im Garten (z.B. auffangen von Regenwasser, Einsatz von Tröpfchenbewässerung)
  • Eindämmung der Lichtverschmutzung im Garten
  • Einhaltung bestehender Gesetze und Verordnungen
  • Kein Einsatz von Laubsaugern und -bläsern im Garten (zum Schutz der Bodenlebewesen)
  • Kein Einsatz von Mährobottern (Igelschutz)
  • Verzicht auf Schottergärten, welche die Artenvielfalt verdrängen

Grundlage der Empfehlungen sind rechtliche Bestimmungen, die im Unterpachtvertrag bzw. in der Gartenordnung des jeweiligen Bezirkes sowie in der Wertermittlungsrichtlinie des Landesverbandes verankert sind.

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